Bed and Breakfast Cagliari: Gebiet

Cagliari

Die Stadt liegt inmitten des wunderschönen „Golfo degli Angeli“ (Golf der Engel) und seit dem Altertum stellt sie das Handelszentrum im Mittelmeerraum dar. In Cagliari gibt es eindrucksvolle Stadtviertel, die von Bergen und Hügeln beherrscht sind. Von dort aus kann man ein herrliches Panorama genießen, wie das befestigte Viertel in der Innenstadt Colle di Castello, der östliche Colle di Monte Urpinu, von dem man den großen Strand Poetto und das riesige Feuchtgebiet des Stagno di Molentargius bewundern kann. Noch weiter im Westen liegt der „Colle di San Michele“, auf dem sich die Reste der gleichnamigen Burg erheben. Die Burg liegt heute inmitten eines schönen Parks und sie wird für Ausstellungen benutzt.

Einige archäologische Funde lassen auf eine phönizische Niederlassung um das VIII Jahrhundert vor Chr. zurückführen. Die Phönizier wählten das Westufer der Lagune von Santa Gilla als Anlegeplatz für ihre Schiffe, die auf dem Seeweg zwischen dem Libanon und der iberischen Halbinsel fuhren. Nach der Ankunft der Karthager im fünften Jahrhundert erlebte die ursprüngliche Siedlung eine schnelle Entwicklung, wie deutlich aus den archäologischen Resten der punischen Nekropole „Tuvixeddu“ hervorgeht. Sie ist die größte Nekropole des Mittelmeerraums.

Das heutige Aussehen der Stadt ist vor allem das Ergebnis des architektonischen Werkes der Pisaner. Im Jahr 1215 erhielten sie vom Judikat Cagliari den Hügel „Castello“ und errichteten eine Befestigungsstadt, mit dem Namen „Castellum Castri de Kallari“. Die Einwohner der Dörfer, die heute die Stadtviertel „Marina“, „Stampace“ und „Villanova“ sind, konnten „Castello“ nur tagsüber betreten. Ab diesem Zeitpunkt ist der Ortsname „Castello“ Inbegriff der ganzen Stadt. Noch heute wird Cagliari auf sardisch „Casteddu“ genannt.

Fast ein Jahrhundert später kamen die Aragonier nach Sardinien, die sich am Hügel „Bonaria“ ansiedelten und „Castello“ wurde den Pisanern überlassen. Die geringe Distanz zwischen den beiden Niederlassungen ließ den Frieden nicht lange andauern. Nach einigen Land- und Seeschlachten gewannen die Aragonier die Oberhand über die Pisaner, die gezwungen waren, die Stadt zu verlassen, und den Aragoniern die Kontrolle über Castello abzutreten.

Sehenswürdigkeiten in Cagliari

  • Die "Marina" Quartal

    Die Touristen, die über das Meer die Stadt erreichen, befinden sich direkt in der breiten Strasse „Via Roma“, einst der Salon des Adels und des gehobenen Mittelstands. In dieser Strasse befinden sich elegante Gebäude aus dem neunzehnten Jahrhundert, die langen Bogengänge, mit vielen Geschäften und Kaffeehäusern. Hier beginnt der Stadtteil „La Marina“, ein Gewirr von Strassen und Gassen. Der einst von Fischern und Händlern bewohnte Stadtteil hat seinen Reiz beibehalten. Heute gibt es hier viele Restaurants, typische Gasthöfe und Handwerksgeschäfte.

  • Cagliari City Hall

    Das Rathaus, das an der Ecke Via Roma und Largo Carlo Felice steht, wurde im neogotischen Stil Anfang des XX Jahrhunderts erbaut. Die Fassade ist mit Doppelspitzbogenfenstern und Türmchen dekoriert und im Inneren kann man wichtige Gemälde von Filippo Figari und Giovanni Marghinotti und das Triptychon “I Consiglieri“ bewundern.

  • Bastione San Remy

    Die Bastion wurde im XIX Jahrhundert auf die alten Bastionen Zecca, Santa Caterina und Sperone gebaut, um Castello mit den Stadtvierteln Villanova und Marina zu verbinden. Die breite Treppe verbindet „Castello“ mit „Piazza della Costituzione“. Außerdem kann man mit Liften, die sich in Viale Regina Elena befinden, ins Castello fahren. Von der großen Terrasse Umberto I kann man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt genießen.


 

Sehenswürdigkeiten in Cagliari

  • Römisches Amphitheater

    Das aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. stammende Amphitheater ist, wie die Villa di Tigellio, eines der deutlichsten Zeichen der Römerzeit, und es handelt sich um das wichtigste und interessanteste öffentliche Gebäude der Römerzeit in Sardinien. Es wurde in den Hang von Buon Cammino gebaut; es bietet eine herrliche Aussicht auf die Stadt. Das Theater bot etwa 8.000 Besuchern Platz, die massenweise kamen, um Gladiatoren- und Tierkämpfe und vermutlich auch die Naumachie (kleine Seeschlachten) anzuschauen.

  • Botanischer Garten

    Südlich des Amphitheaters umfasst der 1865 erbaute Botanische Garten eine Fläche von fünf Hektar. Sehr interessant sind hier die Zisternen aus der Römerzeit, die das letzte Stück des Aquädukts sind, das das Wasser von Villamassargia nach Cagliari brachte. Das Becken ist kleeförmig , ein „Calidarium“ (Grotta Gennari) und ein Libarium, das heißt ein Brunnen, an dem sich traditionellerweise die Schauspieler des Amphitheaters ihren Durst stillten. Im botanischen Garten befinden sich heute etwa 2000 Pflanzenarten aus den 5 Kontinenten.

  • Santa Maria Cathedral

    Der Dom wurde zwischen 1274 und 1300 von den Pisanern errichtet. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgten einige Änderungen im barocken Stil. Im Jahre 1933 wurde die Fassade renoviert und brachte die ursprünglichen romanischen Charaktere wieder ans Licht. Das Innere der Kathedrale zeigt viele künstlerisch wertvolle Stücke, unter denen die Marmorkanzeln des Bildhauermeisters Guglielmo aus der Mitte des 12. Jahrhunderts herausragen. Sie wurden für den Dom in Pisa angefertigt und später als Geschenk der Pisaner für den Dom nach Cagliari gebracht.

  • San Pancrazio Tower

    Dieser Turm wurde 1305 mit weißem, aus dem Bonaria Hügel stammenden Kalkstein von den Pisanern erbaut. Der Entwurf stammte vom sardischen Architekten Giovanni Capula. Er fungierte als Bewachung des nördlichen Tores der Stadt. Er befindet sich im höchsten Punkt (130 Meter über dem Meerspiegel) des Castello Viertels. Die Aragonier ließen den Teil, der Richtung Piazza Indipendenza zeigt, zumauern. Anfang des XX Jahrhunderts wurde der Turm wieder in den Urzustand versetzt, und auch die schönen hölzernen Balkone wurden renoviert. Er bietet eine schöne Aussicht über die Stadt und ihre Umgebung.

  • Archäologisches Museum

    Das Archäologische Museum befindet sich in der so genannten „Cittadella die Musei“. Dieser Komplex schließt das Museo Archeologico Nazionale, die National-Pinakothek, das Museum Siamesischer Kunst sowie die anatomische Wachsfigurensammlung von Clemente Susini ein. Das Archäologische Museum erstreckt sich über 3 Stöcke und zeigt die Geschichte Sardiniens von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter. Besonders wichtig ist der Teil, der sich mit den wichtigsten archäologischen Stätten, wie Su Nuraxi (Barumini), Tempio di Antas (Fluminimaggiore), ein symbolischer Ort, wo sich die sardische Religion zuerst mit der punischen und dann mit der römischen Religion verschmolzen, die phönizischen Städte von Sulky (Sant’Antioco) und Monte Sirai (Carbonia), befasst.

  • Basilika von San Saturnino

    Die Basilika, die heute auch als Basilica dei Santi Cosma e Damiano bekannt ist, liegt zwischen dem Platz San Cosimo und der „Via Dante“. Sie stellt eines der ältesten christlichen Bauwerke Sardiniens dar. Die im 5. Jahrhundert begonnene Kirche wurde zum Andenken des Martyrium von San Saturnino, dem Schutzpatron von Cagliari, gebaut. Der ursprüngliche Grundriss wurde von den Vittorini aus Marseille geändert, die auch das Kloster wiedererbauten und dort den Sitz des sardischen Priorats unterbrachten. Der umliegende Bereich steht immer noch im Mittelpunkt wichtiger archäologischer Forschungen.
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